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Palästina 36
PALESTINE 36


51661

Palästinensergebiete/Jordanien/Großbritannien/Frankreich/Dänemark 2025
Produktionsfirma: Philistine Films/Autonomous/BBC Film
Produktion: Ossama Bawardi, Nils Åstrand, Olivier Barbier, Azzam Fakhriddin, Hani Farsi, Elisha Karmitz, Nathanaël Karmitz, Elisa Fernanda Pirir, Katrin Pors, Cat Villiers
Regie: Annemarie Jacir
Buch: Annemarie Jacir
Kamera: Hélène Louvart, Sarah Blum, Tim Fleming
Schnitt: Tania Reddin
Musik: Ben Frost
Darsteller: Karim Daoud Anaya (Yusuf), Kamel El Basha (Abu Rabad), Sofia Asir (Dyala), Hiam Abbass (Hanan), Yumna Marwan (Um Kareem), Yasmine Al Massri (Khouloud), Robert Aramayo (Captain Wingate), Saleh Bakri (Khalid), Billy Howle (Thomas), Dhafer L'Abidine (Amir), Liam Cunningham (C. Tegart), Jeremy Irons (High Commissioner Wauchope)
Länge: 119 min
FSK: ab 16


In den 1930er-Jahren zieht es einen palästinensischen Bauernsohn aus seinem Heimatdorf nach Jerusalem. Dort wird der anfangs politikferne Mann in einer Zeit, in der jüdische Flüchtlinge aus Europa ins Land gelangen und die britische Kolonialmacht mit harter Hand regiert, mehr und mehr in die Aufstandsbewegung hineingezogen, die den bewaffneten Kampf gegen die Kolonisatoren ausruft. Das Historiendrama ist handwerklich solide inszeniert und beansprucht durch nachkolorierte Archivaufnahmen geschichtliche Authentizität. Tatsächlich prägen den radikal aus palästinensischen Perspektiven erzählten Film aber systematische historische Auslassungen und Verfälschungen: Die arabische Führung wird zum nebulösen „Nationalkomitee“ anonymisiert, die jüdische Bevölkerung erzählerisch an den Rand gedrängt, die Briten zu Schurken-Karikaturen verzerrt. So erschöpft sich der Film in politischem Kitsch und dem unverhüllten Anschluss an „Pro-Palästina“-Aktivismus der Gegenwart.

 

FILMDIENST
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