bsnet Braunschweig-Quartett kino
 









Andor Hirsch
ÁRVA


51427

Ungarn/Großbritannien/Deutschland/Frankreich 2025
Produktionsfirma: Pioneer Pict./Good Chaos/AR Content/Mid March Media/Lumen Films/Twenty Twenty Vision Filmprod./ARTE France
Produktion: Mike Goodridge, Gregory Jankilevitsch, Ildiko Kemeny, Alexander Rodnyansky, Ferenc Szále, Martin Hampel, Thanassis Karathanos, Olivier Père, Juliette Schrameck
Regie: László Nemes
Buch: László Nemes, Clara Royer
Kamera: Mátyás Erdély
Schnitt: Péter Politzer
Musik: Evgueni Galperine, Sacha Galperine
Darsteller: Grégory Gadebois (Berend), Bojtorján Barabas (Andor), Hermina Fátyol (Elza), Marcin Czarnik, Andrea Waskovics (Klára), Soma Sándor (Tamás)
Länge: 132 min


Ein zwölfjähriger jüdischer Junge, der im Zweiten Weltkrieg von seiner Mutter getrennt wurde, lebt in den 1950er-Jahren wieder mit ihr in Budapest; von seinem Vater weiß er nur, dass dieser im Holocaust ermordet wurde. Dann aber taucht ein Mann auf, der während des Kriegs die Mutter versteckte und der leibliche Vater des Jungen sein könnte. Der vierschrötige Metzger ist dem Jungen aber ein Gräuel, und so entfaltet sich ein quälendes Ringen. Das in Sepiatönen gehaltene Drama verbindet eine individuelle Identitätssuche mit fortwirkendem Antisemitismus und verdrängter Schuld in der repressiven ungarischen Gesellschaft der 1950er-Jahre. Eindringlich beobachtet es die Zerrissenheit eines Jungen zwischen Fantasie, Trotz und Orientierungslosigkeit, verliert jedoch durch narrative Überfrachtung an Fokus. Am überzeugendsten ist das Drama, wenn es dem Nachhall von Verlust, Erinnerung und Überleben Raum lässt.

 

FILMDIENST
0.00049s
Ein freundlicher Service der

Gärtner Datensysteme
Kritik/Anregungen/Kommentare an das bsnet
© 1995 - 2026,   Gärtner Datensysteme GmbH & Co. KG
[Datenschutz] [Kontakt/Impressum]