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g   a   s   t   r   e   z   e   p   t   e

Passcha

Russische Osterspeise

Passcha ist eigentlich eine russische Osterspeise (hat also im Juli/August) nichts zu suchen. Aber die meisten Gartenfeste und viele Geburtstagsparties sind nun mal im Sommer und da macht sich das Zeug einfach gut.

Zutaten: (für 1 mittelgroßen Blumentopf)

am Abend vorher:
1 kg Magerquark

gut 125 g Rosinen
etwas Rum (ca 54 Vol.%)

am nächsten Tag:
200 g Zucker (evtl. weniger)
5 Eigelb (von frischen, freilaufenden Eiern)
200 g Schmand
125 g Butter

2 TL Vanillezucker
100 g feingehackte Mandeln
50 g Zitronat
50 g Orangeat
abgeriebene Schale von 1 Zitrone, nach Geschmack noch etwas geriebene Orange, natürlich unbehandelt

1 mittelgroßer Blumentopf
2 Mulltücher

kandierte Früchte und Mandelblättchen zum Garnieren

Zubereitungszeit: 45 Minuten (plus 1 Nacht für das Abtropfen des Quarkes und mind. 12 Stunden Ruhezeit)

  1. Am Abend vorher:
    Den Magerquark in eines der beiden Mulltücher gegeben. Daraus schnüre man ein hübsches Bündel, und hänge dieses Bündel über einem hohen Gefäß über Nacht im Kühlschrank auf (z. B. einen Kochlöffel über das Gefäß legen).

    Die Rosinen waschen und in etwas Rum einweichen.

  2. Am nächsten Tag wird dann der Zucker mit dem Eigelb schaumig gerührt, dann darf der Schmand mit in die Schüssel.
    Zwischenzeitlich schon mal die Butter in einem Topf schmelzen. Der getrocknete Quark wird dann zur Butter gegeben und verrührt.
    Anschließend gibt man die Eiermischung in die Masse. Das Ganze wird jetzt erhitzt, bis Bläschen aufsteigen. (Man sollte es aber nicht soooo doll aufkochen, weil sonst das Eigelb gerinnt, etwas Gefühl ist also angesagt.)

    Dann kann man den Topf vom Herd nehmen, die Mandeln schälen und fein hacken (oder eine Fertigmischung verwenden), Orangeat und Zitronat zerkleinern. Das ganze Zeug zusammen mit den eingelegten Rum-Rosinen und dem Vanillezucker in den Topf geben, Zitrone und Orange drüber reiben und die Masse unter gelegentlichem Umrühren erkalten lassen.

  3. Der Blumentopf wird mit dem 2. Mulltuch ausgelegt, dann kommt die abgekühle Masse in den Blumentopf. Wäre toll, wenn die Eingefüllte Masse den Blumentopf so ziemlich abschließt. Dann schlägt man das Tuch über der Pampe zusammen, stellt einen Teller drauf, beschwert diesen Teller mit Dosen (oder anderen Gewichten, wie Tellern oder Hantelscheiben) und verfrachte das schwere Gebilde für weitere 12 Stunden (oder mehr) in den Kühlschrank.

  4. Wenn man nicht vor hat den Kühlschrank zu putzen, ist es eine ganz gute Idee, den Blumentopf in einen hohen Teller zu stellen. Es könnte ja sein, daß da noch etwas Feuchtigkeit austritt...

  5. 12 Stunden später ...
    Nach der langen, langen Wartezeit kann man den Passcha stürzen (meistens findet sich eine Emanze, die bereit ist das zu übernehmen und eine symbolische Handlung daraus zu machen. (Nein, ich bin kein Macho!)) und mit kandierten Früchten und angerösteten Mandelscheiben garnieren. Ich röste meine Mandelscheiben meistens auf einem flachen Teller mit dem Grill der Mikrowelle. Ich glaube das braucht am wenigsten Energie.


© 1998, Heinz, der Fan

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